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IN-VENUE MEDIA IM SPONSORING

Screens, Durchsagen & VIP-Flächen richtig monetarisieren

Screens, Durchsagen & VIP-Flächen richtig monetarisieren

Screens, Durchsagen & VIP-Flächen richtig monetarisieren

Thiago Calderaro, Gründer und CEO von CoachingArea, mit lockigem Haar und einem schwarzen Hemd, schaut nachdenklich in die Ferne mit einem ruhigen Ozean im Hintergrund. Er ist der Autor dieses Artikels.

Thiago Calderaro

Gebrandeter Indoor-Sportveranstaltungsbereich mit beleuchteter Sponsoren-Beschilderung und großen, motivierenden Bildschirm-Grafiken, der Medien-Sponsoring vor Ort, Event-Branding und erstklassige Sichtbarkeit für Sponsoren repräsentiert.

TL;DR – die 15-Sekunden-Antwort

In-Venue Media umfasst alle Sponsoring-Touchpoints direkt am Veranstaltungsort.

Besonders relevant sind:

  • Screens

  • digitale Anzeigetafeln

  • Durchsagen

  • Moderation

  • Siegerehrungen

  • VIP- und Hospitality-Flächen

  • Fotowände

  • Eingangsbereiche

  • Catering- und Aufenthaltszonen

Der Schlüssel:

Nicht einfach zusätzliche Werbung verkaufen – sondern klar definierte Medienprodukte schaffen.

1) Was bedeutet In-Venue Media?

In-Venue Media sind alle Medien- und Kommunikationsflächen innerhalb eines Veranstaltungsortes.

Dazu gehören beispielsweise:

  • LED-Screens

  • Monitore

  • digitale Anzeigetafeln

  • Lautsprecherdurchsagen

  • Moderation

  • Sponsorenwände

  • Hospitality-Bereiche

  • VIP-Flächen

  • Eingangsbranding

  • Siegerehrungen

  • Pausenkommunikation

Diese Touchpoints haben einen großen Vorteil:

Die Zielgruppe ist bereits vor Ort.

Menschen warten.
Schauen.
Hören.
Bewegen sich durch definierte Bereiche.

Dadurch entsteht konzentrierte Aufmerksamkeit.

Genau diese Aufmerksamkeit kann als Sponsoringinventar strukturiert werden.

2) Erst das Medieninventar erfassen

Bevor du Preise definierst, brauchst du eine Inventur.

Frage:

Welche Medienflächen besitzt unser Turnier tatsächlich?

Beispiel:

Digital

  • Hauptscreen

  • Anzeigetafel

  • Monitore

  • Turnierseite

  • digitaler Spielplan

Audio

  • Hallen- oder Platzdurchsagen

  • Moderation

  • Siegerehrung

  • Spielankündigungen

Physisch

  • Eingangsbereich

  • Fotowand

  • VIP-Bereich

  • Catering

  • Sponsor-Lounge

  • Bühne

Dokumentiere zusätzlich:

  • Standort

  • Frequenz

  • Nutzungsdauer

  • Sichtbarkeit

  • verfügbare Formate

  • Exklusivität

  • technische Voraussetzungen

So wird aus „Wir haben einen Bildschirm“ ein verkaufbares Medienprodukt.

3) Screens: Mehr als ein digitales Logo

Ein Screen bietet deutlich mehr Möglichkeiten als eine statische Werbefläche.

Mögliche Formate:

  • Sponsorlogo

  • kurzer Werbespot

  • CTA

  • QR-Code

  • Produktgrafik

  • Recruitingbotschaft

  • Gewinnspielhinweis

  • „Presented by“-Einblendung

  • Tagesprogramm mit Sponsorintegration

Wichtig:

Der Screen sollte weiterhin dem Event dienen.

Turnierinformationen haben Priorität.

Sponsorcontent wird sinnvoll integriert.

Nicht permanent darübergelegt.

4) Content-Loops: So strukturierst du Screen-Werbung

Wenn mehrere Inhalte auf einem Screen laufen, brauchst du einen Content-Loop.

Beispiel:

  1. aktuelle Spiele

  2. Turnierinformationen

  3. Hauptsponsor

  4. Ergebnisse

  5. Eventpartner

  6. Gewinnspiel-CTA

  7. nächste Spiele

Dann beginnt der Loop erneut.

Definiere:

  • Länge eines Slots

  • Häufigkeit

  • Anzahl der Sponsoren

  • Exklusivität

  • Format

  • Tageszeiten

  • Eventphasen

Beispiel:

Hauptsponsor:

10 Sekunden pro Loop.

Eventpartner:

5 Sekunden.

Aktivierungspartner:

Einblendung direkt vor dem jeweiligen Voting.

Dadurch entsteht ein nachvollziehbarer Wert.

5) Frequenz ist wichtiger als maximale Länge

Ein 60-Sekunden-Spot klingt wertvoll.

Aber wenn niemand so lange hinsieht, bringt die Länge wenig.

Bei Events funktionieren häufig besser:

  • kurze Botschaften

  • starke Visuals

  • klarer Sponsorname

  • eine Aussage

  • ein CTA

  • kurze Wiederholung

Beispiel:

Nicht:

60 Sekunden Unternehmensgeschichte.

Besser:

„Ausbildung in deiner Region – Sponsor X sucht dich.“

Logo.

QR-Code.

8 Sekunden.

Mehrfach über den Tag verteilt.

Klarheit schlägt Länge.

6) Durchsagen: Aufmerksamkeit ohne Bildschirm

Audio ist ein unterschätzter Sponsoringkanal.

Durchsagen erreichen viele Menschen gleichzeitig.

Geeignete Anlässe:

  • Turnierstart

  • Spielankündigungen

  • Pausen

  • Gewinnspiel

  • Voting

  • Siegerehrung

  • Sponsoraktivierung

  • Tagesabschluss

Beispiel:

„Das heutige Fairplay-Voting wird präsentiert von Sponsor X. Scannt jetzt den QR-Code auf unseren Turnierflächen und stimmt ab.“

Die Durchsage erfüllt drei Funktionen:

Sponsor nennen.

Aktivierung erklären.

Handlung auslösen.

7) Audio-Policies: Weniger ist mehr

Durchsagen können schnell nerven.

Deshalb braucht dein Turnier klare Regeln.

Zum Beispiel:

  • keine Sponsorennennung vor jedem Spiel

  • keine langen Werbetexte

  • keine aggressiven Verkaufsbotschaften

  • maximale Anzahl kommerzieller Durchsagen

  • klare Zeitfenster

  • Eventinformation hat Priorität

  • Sponsorbotschaften vorher freigeben

Der wichtigste Grundsatz:

Eine Durchsage muss für die Veranstaltung funktionieren – nicht nur für den Sponsor.

Gute Audiointegration fühlt sich wie Teil des Events an.

Schlechte Audiointegration klingt wie Radiowerbung in Dauerschleife.

8) „Presented by“ funktioniert besonders gut

Eine elegante Form der Sponsorintegration ist die Presenter-Logik.

Beispiele:

Siegerehrung presented by Sponsor X

MVP Award presented by Sponsor X

Finale presented by Sponsor X

Fairplay Award powered by Sponsor X

Turnier-Liveticker presented by Sponsor X

Der Vorteil:

Die Marke wird mit einem konkreten Moment verbunden.

Das wirkt meist stärker als eine beliebige Werbebotschaft.

Solche Integrationen lassen sich gut mit Sponsoring-Aktivierungen kombinieren.

9) VIP-Flächen: Sponsoring als Erlebnis

VIP muss im Amateurbereich nicht Luxusloge bedeuten.

Eine VIP- oder Hospitality-Fläche kann auch einfach sein:

  • reservierter Tisch

  • Sponsorbereich

  • kleine Lounge

  • Getränkestation

  • Networkingbereich

  • erhöhter Zuschauerbereich

  • reservierte Sitzplätze

Der Wert entsteht durch:

Exklusivität und Erlebnis.

Ein Sponsor kann:

  • Kundschaft einladen

  • Mitarbeitende mitbringen

  • Geschäftspartner treffen

  • Kontakte knüpfen

  • das Event gemeinsam erleben

Damit verkaufst du nicht nur Sichtbarkeit.

Du verkaufst Hospitality.

10) Welche VIP-Produkte Vereine anbieten können

Mögliche Angebote:

Sponsor-Tisch

Reservierter Bereich für Sponsor und Gäste.

VIP-Pässe

Zugang zu exklusiver Fläche.

Hospitality-Paket

Getränke, Essen und reservierte Plätze.

Networking-Bereich

Treffpunkt für Sponsoren und lokale Unternehmen.

Final-Package

Reservierte Plätze für Endspiele und Siegerehrung.

Sponsor-Frühstück

Networking vor Turnierbeginn.

Wichtig:

Das Produkt muss zu deinem Turnier passen.

Ein kleines Jugendturnier braucht keine künstliche Luxuswelt.

Ein gut organisierter Sponsorentisch kann völlig ausreichen.

11) VIP-Flächen können Akquise erleichtern

Hospitality ist besonders interessant, weil Sponsoren ihren Gegenwert unmittelbar erleben.

Beispiel:

Ein Unternehmen erhält:

  • Sponsorpräsenz

  • sechs VIP-Pässe

  • reservierten Bereich

  • Getränke

  • Networking

  • Einladung zur Siegerehrung

Jetzt entsteht ein Paket aus:

Marketing.

Beziehungspflege.

Erlebnis.

Das kann für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer oder regionale Unternehmen attraktiver sein als zehn zusätzliche Logos.

12) In-Venue Media mit Aktivierungen verbinden

Die stärkste Integration entsteht, wenn mehrere Kanäle zusammenspielen.

Beispiel:

Sponsor präsentiert MVP-Voting.

Screen

Voting-Visual plus QR-Code.

Durchsage

Hinweis auf Voting.

Digitaler Spielplan

CTA zum Voting.

Social Media

Story.

Siegerehrung

Sponsor präsentiert Award.

Jetzt entsteht eine komplette Aktivierung.

Nicht fünf isolierte Werbeflächen.

Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Inventar und Konzept.

Wie solche Touchpoints zusammenspielen, zeigt der Artikel Sponsor-Integration im Turnier.

13) Wie misst man In-Venue Media?

Physische Medien lassen sich nicht immer exakt messen.

Aber du kannst sinnvolle Kennzahlen kombinieren.

Mögliche KPIs:

  • Besuchende

  • Turnierdauer

  • Anzahl Screen-Loops

  • ausgespielte Sponsor-Slots

  • Durchsagen

  • VIP-Gäste

  • Sponsorstand-Kontakte

  • QR-Code-Scans

  • CTA-Klicks

  • Voting-Teilnahmen

  • Gewinnspielteilnahmen

  • Feedback

  • Fotos und Nachweise

Beispiel:

Sponsorclip:

80 geplante Ausspielungen.

QR-Code:

164 Scans.

VIP-Bereich:

24 Gäste.

Voting:

310 Teilnahmen.

Jetzt entsteht ein deutlich stärkeres Reporting als:

„Ihr Logo war auf dem Screen.“

14) Frequenz und Leistung sauber dokumentieren

Wenn du Medien verkaufst, solltest du vorher definieren, was geliefert wird.

Nicht:

„Sponsor erscheint auf dem Screen.“

Besser:

„Sponsor erhält einen 8-Sekunden-Slot innerhalb des Content-Loops, der während der offiziellen Turnierzeiten wiederkehrend ausgespielt wird.“

Oder:

Nicht:

„Sponsor wird genannt.“

Besser:

„Sponsor wird als Presenter der Siegerehrung bei Eröffnung der Finalphase und unmittelbar vor der Pokalübergabe genannt.“

Je konkreter die Leistung beschrieben ist, desto leichter:

  • Umsetzung

  • Kontrolle

  • Reporting

  • Preisfindung

15) Nicht jede Fläche mehrfach verkaufen

Exklusivität kann den Wert erhöhen.

Beispiel:

Ein Screen hat zehn Sponsoren.

Jede Marke bekommt wenig Aufmerksamkeit.

Alternative:

  • 1 Hauptsponsor

  • 2 Eventpartner

  • 1 Aktivierungspartner

Jetzt entstehen klarere Rollen.

Besonders sinnvoll kann Exklusivität sein bei:

  • Siegerehrung

  • MVP Award

  • VIP-Bereich

  • Hauptscreen

  • Cateringbereich

  • Livestream

Exklusivität sollte aber bewusst bepreist werden.

16) Preise nach Wert statt Technik kalkulieren

Ein Screen-Slot sollte nicht nur danach bewertet werden, was der Bildschirm kostet.

Relevant sind:

  • erwartete Besuchendenzahl

  • Sichtbarkeit

  • Frequenz

  • Dauer

  • Exklusivität

  • Eventgröße

  • Zielgruppenfit

  • Kombination mit anderen Leistungen

  • Messbarkeit

  • Content-Produktion

Ein VIP-Paket wiederum basiert eher auf:

  • Anzahl Gäste

  • Exklusivität

  • Hospitality-Leistung

  • Networkingwert

  • Eventzugang

Das Medium allein bestimmt nicht den Preis.

Der Sponsoringwert entsteht aus dem Kontext.

17) Häufige Fehler bei In-Venue Media

Fehler 1: Screen mit Logos überladen

Niemand nimmt einzelne Sponsoren wahr.

Besser: klare Content-Loops und Hierarchie.

Fehler 2: Zu lange Videos

Aufmerksamkeit geht verloren.

Besser: kurze Spots mit klarer Botschaft.

Fehler 3: Zu viele Durchsagen

Menschen fühlen sich gestört.

Besser: feste Audio-Regeln.

Fehler 4: Werbung ohne Kontext

Sponsor wirkt aufgesetzt.

Besser: Presenter- und Aktivierungslogik nutzen.

Fehler 5: VIP ohne echten Mehrwert

Nur ein abgesperrter Tisch reicht nicht automatisch.

Besser: Erlebnis und Service definieren.

Fehler 6: Leistungen nicht dokumentieren

Reporting bleibt unklar.

Besser: Frequenzen, Slots und Nachweise vorher festlegen.

Fehler 7: Alles mehrfach verkaufen

Sponsoren verlieren Exklusivität.

Besser: Inventar bewusst begrenzen.

18) Checkliste: Ist dein In-Venue-Inventar sponsorenfähig?

Prüfe:

  • Sind alle Screens erfasst?

  • Sind Screenformate definiert?

  • Gibt es feste Content-Loops?

  • Sind Slotlängen definiert?

  • Gibt es eine Sponsorenhierarchie?

  • Sind Durchsagen planbar?

  • Gibt es Audio-Regeln?

  • Sind Presenter-Rechte definiert?

  • Gibt es VIP- oder Hospitality-Flächen?

  • Ist der Mehrwert dieser Flächen klar?

  • Sind Exklusivitäten geregelt?

  • Gibt es passende CTAs?

  • Können QR-Codes integriert werden?

  • Sind Frequenzen dokumentierbar?

  • Gibt es einen Owner pro Medium?

  • Werden Nachweise gesammelt?

  • Können KPIs reportet werden?

Wenn du diese Punkte sauber definierst, hast du nicht einfach ein paar zusätzliche Werbeflächen.

Du hast ein echtes In-Venue-Medieninventar.

19) FAQ

Was ist In-Venue Media?

In-Venue Media umfasst alle Kommunikations- und Werbemedien direkt am Veranstaltungsort, zum Beispiel Screens, Durchsagen, digitale Anzeigetafeln, VIP-Flächen und Siegerehrungen.

Wie können Sponsoren auf Screens integriert werden?

Über Logos, kurze Videos, CTAs, QR-Codes, Presenter-Formate und wiederkehrende Slots innerhalb eines Content-Loops.

Wie oft sollte ein Sponsor per Durchsage genannt werden?

Es gibt keine pauschale Zahl. Entscheidend ist, dass Sponsorennennungen sinnvoll in den Eventablauf integriert werden und die Veranstaltung nicht stören.

Was ist ein Content-Loop?

Ein wiederkehrender Ablauf verschiedener Screen-Inhalte wie Spielinformationen, Ergebnisse, Sponsorenbotschaften und CTAs.

Braucht ein Amateurturnier einen VIP-Bereich?

Nicht zwingend. Schon reservierte Sponsorplätze, ein Sponsorentisch oder eine kleine Hospitality-Fläche können einen wertvollen Mehrwert schaffen.

Welche In-Venue-Medien lassen sich messen?

Zum Beispiel Screen-Ausspielungen, Durchsagen, QR-Scans, CTA-Klicks, Aktivierungsteilnahmen, VIP-Gäste und Besucherzahlen.

Sind Presenter-Rechte wertvoll?

Ja. Die exklusive Verbindung eines Sponsors mit einem emotionalen Moment wie Finale, MVP Award oder Siegerehrung kann deutlich wertvoller sein als eine allgemeine Logoplatzierung.

Wie sollte ein Verein sein Medieninventar organisieren?

Am besten in einer festen Übersicht mit Medium, Standort, Format, Frequenz, Exklusivität, Sponsor, Preis, Owner und Reportingmöglichkeit.

Aus Aufmerksamkeit wird ein verkaufbares Medienprodukt

Jedes Turnier erzeugt Aufmerksamkeit.

Die Frage ist nur:

Wird sie strukturiert genutzt?

Ein Screen kann einfach eingeschaltet sein.

Oder ein klar definiertes Sponsoringmedium werden.

Eine Durchsage kann beliebig sein.

Oder einen Sponsor mit einem emotionalen Moment verbinden.

Ein abgesperrter Tisch kann leer bleiben.

Oder zur Hospitality-Fläche für regionale Unternehmen werden.

Genau darin liegt die Chance von In-Venue Media.

Du verkaufst nicht einfach:

Screenzeit.
Durchsagen.
Plätze.

Du verkaufst:

Aufmerksamkeit, Kontext und Erlebnis.

Und mit einer festen In-Venue-Inventar-Liste aus Medium, Platzierung, Format, Frequenz, Exklusivität, Preis, Owner und Messbarkeit wird daraus ein wiederholbares Sponsoringprodukt.

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