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Account-Mapping & Stakeholder-Ladder für Sponsoring

Account-Mapping & Stakeholder-Ladder für Sponsoring

Account-Mapping & Stakeholder-Ladder für Sponsoring

Thiago Calderaro, Gründer und CEO von CoachingArea, mit lockigem Haar und einem schwarzen Hemd, schaut nachdenklich in die Ferne mit einem ruhigen Ozean im Hintergrund. Er ist der Autor dieses Artikels.

Thiago Calderaro

Zwei Geschäftsleute lächeln und geben sich ein High-Five in einem Besprechungsraum, was für erfolgreiches Account-Mapping, die Einbindung von Stakeholdern und das Finden der richtigen Sponsoring-Entscheidungsträger steht.

TL;DR – die 15-Sekunden-Antwort

Um Sponsoring-Ansprechpartner zu finden, brauchst du ein klares Zielkundenprofil, eine priorisierte Unternehmensliste und eine Stakeholder-Logik. Suche nicht nur nach Firmen, sondern nach Personen mit Entscheidungsmacht, Budgetnähe oder internem Einfluss.
Merksatz: Sponsoring-Akquise gewinnt nicht, wer die meisten E-Mails verschickt. Sie gewinnt, wer schneller zur richtigen Person kommt.

1) Warum die richtige Ansprechperson über Erfolg entscheidet

Viele Sponsoringanfragen scheitern nicht am Verein.
Sie scheitern am falschen Kontakt.
Typische Fehler:

  • allgemeine info@-Adresse anschreiben

  • falsche Abteilung kontaktieren

  • keine persönliche Ansprache nutzen

  • keinen Bezug zur Person herstellen

  • zu früh eine Sponsorenmappe verschicken

  • nur eine Nachricht senden und nicht nachfassen

  • nicht prüfen, wer wirklich entscheiden kann

  • persönliche Vereinskontakte nicht aktivieren

Ein Unternehmen kann grundsätzlich perfekt passen.
Wenn deine Anfrage aber bei einer Person landet, die kein Budget, kein Interesse oder keine Zuständigkeit hat, passiert nichts.
Deshalb brauchst du Account-Mapping.
Das bedeutet:
Du analysierst nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Menschen, Rollen und Wege hinein.

2) Was Account-Mapping im Sponsoring bedeutet

Account-Mapping kommt aus dem Vertrieb.
Für Vereine bedeutet es:
Du erstellst pro Zielunternehmen eine kleine Karte.
Diese Karte zeigt:

  • Warum passt das Unternehmen?

  • Welche Zielgruppe will es erreichen?

  • Wer könnte zuständig sein?

  • Wer entscheidet?

  • Wer beeinflusst?

  • Wer kennt jemanden im Verein?

  • Welcher Einstieg ist am besten?

  • Welche Botschaft passt?

So wird aus „Wir schreiben mal an Unternehmen X“ eine strukturierte Ansprache.
Account-Mapping hilft besonders bei:

  • lokalen Arbeitgebern

  • Banken und Versicherungen

  • Sportshops

  • Gesundheitsanbietern

  • Autohäusern

  • Supermärkten

  • Immobilienunternehmen

  • größeren regionalen Unternehmen

  • Filialbetrieben

  • bestehenden Dienstleistenden des Vereins

Je größer das Unternehmen, desto wichtiger ist Account-Mapping.
Bei kleinen lokalen Betrieben ist oft die Geschäftsführung entscheidend.
Bei größeren Unternehmen gibt es mehrere Stakeholder.

3) Schritt 1: ICP definieren – Welche Unternehmen passen überhaupt?

ICP steht für Ideal Customer Profile.
Im Sponsoring bedeutet das:
Welche Unternehmen passen ideal zu deinem Verein, deiner Zielgruppe und deinem Angebot?
Prüfe:

  • Welche Zielgruppe erreicht unser Verein?

  • Welche Branchen profitieren davon?

  • Welche Unternehmen haben regionalen Bezug?

  • Welche Unternehmen könnten Recruiting-Ziele haben?

  • Welche Unternehmen passen zu unseren Werten?

  • Welche Unternehmen könnten Aktivierungen nutzen?

  • Welche Unternehmen haben Sponsoring-Erfahrung?

  • Welche Unternehmen können unser Angebot wirtschaftlich tragen?

Beispiele für starke ICPs:

Jugendturnier

Passende Unternehmen:

  • Sportshops

  • lokale Banken

  • Versicherungen

  • Nachhilfeanbieter

  • Familienrestaurants

  • Gesundheitsanbieter

  • regionale Arbeitgeber

  • Freizeitangebote

Herrenmannschaft

Passende Unternehmen:

  • lokale Arbeitgeber

  • Handwerk

  • Gastronomie

  • Fitnessstudios

  • Versicherungen

  • Autohäuser

  • Immobilienunternehmen

Verein mit großer Familiencommunity

Passende Unternehmen:

  • Supermärkte

  • Apotheken

  • Krankenkassen

  • Bildungsangebote

  • Kinderangebote

  • lokale Dienstleister

  • Energieversorger

Ein klarer ICP verhindert, dass du Unternehmen kontaktierst, die zwar Geld haben, aber keinen echten Sponsor-Fit.
Die Grundlage dafür ist dein Mini-Brandbook für Sponsorenfit.

4) Schritt 2: Branchen priorisieren

Nicht alle Branchen sind gleich relevant.
Priorisiere Branchen nach Fit und Wahrscheinlichkeit.
Nutze drei Kategorien.

A-Branchen

Hoher Zielgruppenfit, regionaler Bezug, gutes Aktivierungspotenzial.
Beispiele:

  • Sport

  • Gesundheit

  • Bildung

  • lokale Arbeitgeber

  • Banken

  • Versicherungen

  • Familienangebote

B-Branchen

Grundsätzlich passend, aber mit mehr Erklärungsbedarf.
Beispiele:

  • IT-Dienstleister

  • Immobilien

  • B2B-Services

  • Energie

  • Mobilität

  • Gastronomie

C-Branchen

Nur bei besonderem Anlass oder persönlichem Kontakt sinnvoll.
Beispiele:

  • überregionale Marken ohne lokalen Bezug

  • stark erklärungsbedürftige Angebote

  • Unternehmen ohne erkennbare Zielgruppenüberschneidung

  • Branchen mit möglichem Reputationsrisiko

Diese Priorisierung spart Zeit.
Du willst nicht alles gleichzeitig bearbeiten.
Du willst zuerst dort ansetzen, wo der Fit am stärksten ist.

5) Schritt 3: Zielunternehmen sammeln

Jetzt baust du deine Unternehmensliste.
Quellen:

  • Vereinsnetzwerk

  • Eltern und Mitglieder

  • ehemalige Spielerinnen und Spieler

  • lokale Unternehmensverzeichnisse

  • Google Maps

  • LinkedIn

  • Instagram

  • regionale Wirtschaftsnetzwerke

  • IHK-Verzeichnisse

  • lokale Zeitungen

  • Sponsoren anderer Vereine

  • Arbeitgeber in der Umgebung

  • Dienstleistende des Vereins

  • bestehende Lieferanten

  • Unternehmen rund um den Sportplatz

Wichtig:
Sammle nicht nur Unternehmensnamen.
Sammle direkt Kontext.
Beispiel:
Nicht nur:
„Autohaus Müller“
Sondern:
„Autohaus Müller – 3 km entfernt, regional aktiv, hat Ausbildungsstellen, bereits Sponsor beim Stadtlauf, möglicher Fit für Jugendturnier oder Hauptplatzbanner.“
Gute Akquise beginnt mit guter Recherche.

6) Schritt 4: Stakeholder identifizieren

Jetzt suchst du die richtigen Personen.
Mögliche Stakeholder:

  • Geschäftsführung

  • Inhaberin oder Inhaber

  • Marketing-Leitung

  • Kommunikation

  • HR oder Recruiting

  • CSR oder Nachhaltigkeit

  • Standortleitung

  • Filialleitung

  • Vertriebsleitung

  • Community-Management

  • Assistenz der Geschäftsführung

  • Mitarbeitende mit Vereinsbezug

  • Eltern im Verein mit Unternehmensbezug

Welche Rolle relevant ist, hängt vom Sponsorenziel ab.

Wenn es um lokale Sichtbarkeit geht

Relevante Personen:

  • Geschäftsführung

  • Marketing

  • Filialleitung

  • Standortleitung

Wenn es um Recruiting geht

Relevante Personen:

  • HR

  • Ausbildungsleitung

  • Employer Branding

  • Geschäftsführung

Wenn es um regionales Engagement geht

Relevante Personen:

  • CSR

  • Kommunikation

  • Geschäftsführung

  • Standortleitung

Wenn es um Produktaktivierung geht

Relevante Personen:

  • Marketing

  • Vertrieb

  • Filialleitung

  • Produktverantwortliche

Wenn du das Ziel des Sponsors verstehst, findest du schneller die passende Person.

7) Schritt 5: Stakeholder-Ladder aufbauen

Eine Stakeholder-Ladder zeigt, wen du zuerst kontaktierst und wie du dich zur Entscheidungsperson vorarbeitest.

Ebene 1: Warmer Kontakt

Person mit Verbindung zum Verein.
Beispiele:

  • Elternteil arbeitet dort

  • Mitglied kennt Geschäftsführung

  • ehemaliger Spieler ist im Unternehmen

  • Sponsor war früher Partner

  • Dienstleister kennt jemanden

Diese Kontakte sind oft der beste Einstieg.

Ebene 2: Fachlicher Kontakt

Person mit fachlicher Nähe zum Sponsoringziel.
Beispiele:

  • Marketing

  • HR

  • Kommunikation

  • Standortleitung

  • CSR

Diese Kontakte verstehen den möglichen Nutzen.

Ebene 3: Entscheidungsperson

Person mit Budget- oder Abschlussmacht.
Beispiele:

  • Geschäftsführung

  • Inhaberin oder Inhaber

  • Bereichsleitung

  • Filialleitung

  • Vorstand bei größeren Organisationen

Diese Kontakte entscheiden oder geben frei.

Ebene 4: Interne Multiplikatoren

Personen, die das Thema intern unterstützen können.
Beispiele:

  • Mitarbeitende mit Vereinsbezug

  • Teamleitung

  • lokale Markenbotschafter

  • Assistenzen

  • regionale Koordinatoren

Die beste Route ist oft nicht direkt zur Entscheidungsperson.
Manchmal ist der warme Kontakt der Türöffner, der fachliche Kontakt erklärt den Nutzen und die Entscheidungsperson gibt frei.

8) Schritt 6: Den besten Einstieg wählen

Nicht jeder Kontaktweg ist gleich stark.
Mögliche Kanäle:

  • persönliche Empfehlung

  • Vereinsmitglied als Türöffner

  • LinkedIn

  • E-Mail

  • Telefon

  • persönlicher Besuch

  • Eventeinladung

  • bestehende Geschäftsbeziehung

  • Sponsorenseite oder Kontaktformular

  • Instagram-DM bei kleinen lokalen Marken

Priorität:

  1. persönliche Einführung

  2. warmer Kontakt mit Vereinsbezug

  3. individuelle E-Mail an konkrete Person

  4. LinkedIn-Nachricht

  5. Telefonischer Einstieg

  6. allgemeine Adresse

Persönliche Empfehlung schlägt fast immer kalte E-Mail.
Aber auch kalte E-Mail kann funktionieren, wenn sie individuell, kurz und relevant ist.

9) Schritt 7: Die passende Botschaft pro Stakeholder formulieren

Nicht jede Person interessiert sich für dasselbe.

Geschäftsführung

Fokus:

  • regionale Sichtbarkeit

  • Reputation

  • Community

  • langfristige Partnerschaft

  • lokaler Einfluss

Botschaft:
„Wir möchten eine Partnerschaft aufbauen, die eure regionale Sichtbarkeit stärkt und gleichzeitig den lokalen Nachwuchssport unterstützt.“

Marketing

Fokus:

  • Zielgruppe

  • Touchpoints

  • Aktivierung

  • Content

  • Reichweite

  • Reporting

Botschaft:
„Über Turnierseite, Social Media, Banner, QR-Codes und Eventaktivierungen erreichen wir Familien und Sportinteressierte aus der Region.“

HR und Recruiting

Fokus:

  • Arbeitgebermarke

  • Auszubildende

  • Familien

  • lokale Bekanntheit

  • Recruiting-CTA

Botschaft:
„Unsere Jugend- und Familiencommunity bietet euch eine glaubwürdige Möglichkeit, als Arbeitgeber in der Region sichtbar zu werden.“

CSR oder Nachhaltigkeit

Fokus:

  • gesellschaftliches Engagement

  • Jugendförderung

  • Community Impact

  • regionale Verantwortung

Botschaft:
„Mit der Partnerschaft unterstützt ihr ein konkretes lokales Projekt und könnt zeigen, wie euer Unternehmen Verantwortung in der Region übernimmt.“

Filialleitung oder Standortleitung

Fokus:

  • lokale Frequenz

  • Sichtbarkeit

  • Kundennähe

  • Aktionen

  • Gutscheine

Botschaft:
„Wir können eure Filiale direkt im lokalen Vereinsumfeld sichtbar machen und mit Gutschein, QR-Code oder Eventaktion aktivieren.“
Die gleiche Sponsorenmappe kann für verschiedene Stakeholder funktionieren.
Aber die Ansprache muss angepasst werden.

10) Schritt 8: CRM-Felder festlegen

Auch kleine Vereine brauchen eine einfache Kontaktübersicht.
Ein Sheet reicht.
Wichtige Felder:

  • Unternehmen

  • Branche

  • Standort

  • Website

  • Sponsor-Fit

  • Zielgruppe

  • potenzielles Sponsorenziel

  • passende Werbeformen

  • Kontaktperson

  • Rolle

  • E-Mail

  • Telefon

  • LinkedIn

  • Vereinsbezug

  • Priorität

  • Status

  • letzter Kontakt

  • nächster Schritt

  • Follow-up-Datum

  • gesendete Unterlagen

  • Interesse

  • Angebot

  • Betrag

  • Entscheidung

  • Notizen

Status-Beispiele:

  • Recherche

  • Kontakt gefunden

  • Erstansprache geplant

  • kontaktiert

  • Gespräch vereinbart

  • Mappe gesendet

  • Angebot erstellt

  • Follow-up offen

  • Zusage

  • Absage

  • später erneut ansprechen

Dieses Sheet ist dein Sponsoring-CRM.
Nicht kompliziert.
Aber verbindlich.

11) Schritt 9: Outreach-Sequenz planen

Eine einzelne Nachricht reicht selten.
Plane eine kurze Sequenz.

Kontakt 1: Einstieg

Ziel:
Gespräch auslösen.
Inhalt:

  • kurzer Bezug

  • warum es passen könnte

  • konkreter Anlass

  • 20-Minuten-Termin vorschlagen

Kontakt 2: Follow-up

Zeitpunkt:
5 bis 7 Tage später.
Inhalt:

  • freundlich erinnern

  • Nutzen konkretisieren

  • eine Frage stellen

Kontakt 3: Mehrwert senden

Zeitpunkt:
weitere 7 Tage später.
Inhalt:

  • kurze Sponsorenmappe

  • Beispielpaket

  • Turnier- oder Vereinsbezug

  • erneuter Gesprächsvorschlag

Kontakt 4: Abschluss oder Pause

Zeitpunkt:
weitere 7 bis 10 Tage später.
Inhalt:

  • letzte kurze Nachfrage

  • offenlassen für später

  • Wiedervorlage setzen

Beispiel:
„Ich wollte das Thema nicht unnötig oft nachfassen. Wenn Sponsoring für euch aktuell nicht relevant ist, ist das völlig in Ordnung. Ich nehme euch sonst gerne für die nächste Turnierplanung wieder auf.“
So bleibst du professionell, ohne Druck aufzubauen.

12) Was du vor dem Erstgespräch wissen solltest

Bevor du mit einer Person sprichst, bereite dich vor.
Prüfe:

  • Was verkauft das Unternehmen?

  • Welche Zielgruppe hat es?

  • Gibt es regionale Standorte?

  • Gibt es Recruitingbedarf?

  • Gibt es aktuelle Kampagnen?

  • Sponsert das Unternehmen bereits?

  • Gibt es lokale Presseartikel?

  • Gibt es Vereinsbezug?

  • Welche Person spricht mit dir?

  • Welche Rolle hat diese Person?

  • Was könnte der beste Einstieg sein?

Dann bereitest du drei Dinge vor:

  1. warum das Unternehmen passt

  2. welches Ziel Sponsoring unterstützen könnte

  3. welche konkrete Option du vorschlägst

Ein gutes Gespräch beginnt nicht mit:
„Hier ist unsere Preisliste.“
Es beginnt mit:
„Ich glaube, es gibt aus drei Gründen einen guten Fit.“

13) Was du nach dem Gespräch dokumentieren musst

Nach jedem Gespräch sofort dokumentieren:

  • Datum

  • Person

  • Rolle

  • Interesse

  • Ziel des Sponsors

  • relevante Zielgruppe

  • Budgethinweis

  • offene Fragen

  • gewünschte Leistungen

  • Einwände

  • nächster Schritt

  • Frist

  • zugesagte Unterlagen

  • Follow-up-Datum

Das klingt einfach.
Aber genau hier verlieren viele Vereine den Überblick.
Professionelle Sponsoringakquise entsteht durch Nachverfolgung.
Nicht nur durch Erstkontakt.

14) Datenschutz und saubere Kontaktpflege

Auch Sponsoringakquise braucht sorgfältige Kontaktpflege.
Grundregeln:

  • nur notwendige Kontaktdaten speichern

  • geschäftliche Kontaktdaten sauber dokumentieren

  • keine privaten Daten ohne Grund sammeln

  • keine Listen unkontrolliert weitergeben

  • Zuständigkeit im Verein klären

  • Absagen respektieren

  • Wiedervorlagen nachvollziehbar halten

  • Newsletter nicht ohne passende Grundlage oder Einwilligung versenden

Wichtig:
Ein persönlicher Kontakt im Verein ist hilfreich.
Aber private Beziehungen sollten nicht ausgenutzt werden.
Frage lieber:
„Wärst du bereit, uns kurz vorzustellen?“
Statt:
„Gib mir mal die private Nummer deiner Chefin.“
Wenn später personenbezogene Daten, Sponsorendaten oder Reports eine Rolle spielen, hilft dir der Artikel Vertraulichkeit & DSGVO.

15) Häufige Fehler beim Finden von Verantwortlichen

Fehler 1: Nur an info@ schreiben

Die Anfrage landet irgendwo.
Besser: konkrete Person recherchieren.

Fehler 2: Falsche Rolle kontaktieren

HR bekommt ein Marketingpaket. Marketing bekommt ein Recruitingangebot.
Besser: Stakeholder nach Sponsorenziel auswählen.

Fehler 3: Kein Vereinsnetzwerk nutzen

Warme Kontakte bleiben ungenutzt.
Besser: Eltern, Mitglieder und ehemalige Aktive einbinden.

Fehler 4: Zu lange Nachricht senden

Niemand liest den kompletten Vereinsroman.
Besser: kurz, relevant und mit klarem Gesprächsziel.

Fehler 5: Zu früh Preise schicken

Der Sponsor versteht den Wert noch nicht.
Besser: erst Fit und Ziel klären.

Fehler 6: Kein Follow-up

Ein Nein entsteht oft nur durch Schweigen.
Besser: professionelle Sequenz planen.

Fehler 7: Keine Dokumentation

Kontakte, Status und Zusagen gehen verloren.
Besser: einfaches CRM-Sheet pflegen.

16) Checkliste: Hast du die richtige Ansprechperson gefunden?

Prüfe:

  • Passt das Unternehmen grundsätzlich?

  • Ist die Branche relevant?

  • Gibt es regionalen Bezug?

  • Gibt es ein mögliches Sponsorenziel?

  • Gibt es eine Person mit Vereinsbezug?

  • Kennst du die richtige Abteilung?

  • Kennst du die Rolle der Person?

  • Hat die Person Budgetnähe?

  • Kann sie intern Einfluss nehmen?

  • Gibt es eine Entscheidungsperson darüber?

  • Ist der Kontaktweg persönlich genug?

  • Ist deine Botschaft auf die Rolle angepasst?

  • Ist der nächste Schritt klar?

  • Ist alles im CRM dokumentiert?

  • Gibt es ein Follow-up-Datum?

Wenn du mehrere Punkte mit „Nein“ beantwortest, bist du noch nicht bereit für die Ansprache.

17) FAQ

Wer entscheidet in Unternehmen über Sponsoring?

Das hängt vom Unternehmen ab. Häufig entscheiden Geschäftsführung, Inhaberinnen oder Inhaber, Marketing, HR, Standortleitung, Filialleitung oder CSR-Verantwortliche.

Sollte man an info@ schreiben?

Nur als letzte Option. Besser ist eine konkrete Person mit passender Rolle und möglichst persönlichem Bezug.

Wie finde ich Sponsoring-Ansprechpartner?

Über Website, LinkedIn, lokale Netzwerke, Mitglieder, Eltern, bestehende Kontakte, regionale Presse, Unternehmensprofile und persönliche Empfehlungen.

Was ist Account-Mapping?

Account-Mapping bedeutet, ein Zielunternehmen mit passenden Personen, Rollen, Beziehungen, Sponsorenzielen und Kontaktwegen zu analysieren.

Was ist eine Stakeholder-Ladder?

Eine Stakeholder-Ladder zeigt, über welche Personen du vom ersten Kontakt zur Entscheidungsperson kommst.

Welche Rolle ist bei Recruiting-Sponsoring wichtig?

HR, Ausbildungsleitung, Employer Branding oder Geschäftsführung sind oft relevant.

Wie oft sollte man nachfassen?

Meist sind zwei bis drei freundliche Follow-ups sinnvoll. Danach sollte die Anfrage pausieren oder für später wiedervorgemerkt werden.

Was sollte in einem Sponsoring-CRM stehen?

Unternehmen, Kontaktperson, Rolle, Fit, Status, letzter Kontakt, nächster Schritt, Follow-up-Datum, Angebot, Betrag und Notizen.

So kommst du schneller zur richtigen Person

Sponsoring-Akquise beginnt nicht mit dem perfekten Anschreiben.
Sie beginnt mit der Frage:
Wer im Unternehmen hat Grund, Budget und Einfluss, über Sponsoring zu sprechen?
Wenn du Unternehmen, Rollen und Kontaktwege sauber mapst, wird Akquise deutlich gezielter.
Du schreibst weniger beliebige Nachrichten.
Du führst bessere Gespräche.
Und du kommst schneller zu Menschen, die wirklich entscheiden können.

Disclaimer

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung, Datenschutzberatung oder Vertriebsberatung im Einzelfall dar. Kontaktrecherche, Speicherung von Kontaktdaten, Outreach, geschäftliche Kommunikation, Newsletter, CRM-Nutzung und Datenschutz hängen vom konkreten Verein, Unternehmen, Tool und Einzelfall ab. Bitte kläre offene Fragen mit geeigneter Rechtsberatung, Datenschutzberatung oder fachlicher Unterstützung.

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