SPONSORING-SCHNELL-CHECK

Thiago Calderaro

TL;DR – die 15-Sekunden-Antwort
Ein sponsorenbereiter Verein braucht acht Dinge:
klare Ziele und Zielgruppen
attraktive Sponsoringassets
nachvollziehbare Pakete und Preise
passende Zielunternehmen
einen strukturierten Akquiseprozess
saubere Verträge und Prozesse
zuverlässige Umsetzung und Aktivierung
KPIs, Reporting und Renewal
Merksatz: Professionelles Sponsoring beginnt nicht mit der ersten Sponsorenmail. Es beginnt mit der Frage: Sind wir überhaupt bereit, einem Unternehmen eine gute Partnerschaft anzubieten?
1) So funktioniert der Sponsoring-Schnell-Check
Bewerte jede Aussage mit:
2 Punkte = Ja, klar geregelt
1 Punkt = teilweise
0 Punkte = nein oder unklar
Am Ende addierst du deine Punkte.
Der Check umfasst acht Bereiche:
Strategie & Positionierung
Zielgruppe & Sponsor-Fit
Inventar & Gegenleistungen
Pakete & Preise
Akquise & Vertrieb
Verträge & Prozesse
Aktivierung & Umsetzung
KPIs, Reporting & Renewal
Maximal erreichbar:
80 Punkte
Wichtig:
Der Score soll nicht beweisen, dass dein Verein perfekt ist.
Er soll zeigen:
Wo liegt aktuell der größte Hebel?
2) Bereich 1: Strategie & Positionierung
Sponsoring beginnt nicht mit einer Excel-Liste potenzieller Unternehmen.
Es beginnt mit Klarheit.
Prüfe:
1. Wir können in einem Satz erklären, warum Sponsoren mit unserem Verein zusammenarbeiten sollten.
0 / 1 / 2 Punkte
2. Wir wissen, welche Ziele wir mit Sponsoring verfolgen.
Zum Beispiel:
zusätzliche Einnahmen
Finanzierung bestimmter Projekte
Turniermonetarisierung
langfristige Partnerschaften
Sachleistungen
Infrastruktur
0 / 1 / 2 Punkte
3. Wir haben klare Werte, für die unser Verein steht.
Zum Beispiel:
Jugendförderung
Gemeinschaft
Leistung
Integration
Frauen- und Mädchenförderung
regionale Verbundenheit
0 / 1 / 2 Punkte
4. Wir wissen, welche Sponsoren nicht zu unserem Verein passen.
0 / 1 / 2 Punkte
5. Sponsoring ist bei uns Teil einer Strategie und keine spontane Geldsuche.
0 / 1 / 2 Punkte
Maximal: 10 Punkte
Ein starkes Fundament beginnt mit der Frage:
Warum sollte ein Unternehmen gerade mit uns zusammenarbeiten?
Wer diese Frage nicht beantworten kann, sollte noch nicht mit der Akquise starten.
3) Bereich 2: Zielgruppe & Sponsor-Fit
Sponsoren kaufen nicht einfach „einen Verein“.
Sie wollen Menschen erreichen.
Prüfe:
6. Wir können unsere wichtigsten Zielgruppen konkret beschreiben.
Zum Beispiel:
Mitglieder
Familien
Eltern
Jugendliche
aktive Sportlerinnen und Sportler
lokale Fans
Unternehmen
Ehrenamtliche
0 / 1 / 2 Punkte
7. Wir kennen relevante Größenordnungen unserer Community.
Zum Beispiel:
Mitglieder
Mannschaften
Turnierteams
Besuchende
Website-Traffic
Social-Media-Reichweite
Newsletter-Empfangende
0 / 1 / 2 Punkte
8. Wir suchen Sponsoren nach Zielgruppen- und Markenfit aus.
Nicht nur nach:
„Wer könnte Geld haben?“
0 / 1 / 2 Punkte
9. Wir können erklären, warum ein konkretes Unternehmen zu unserem Verein passt.
0 / 1 / 2 Punkte
10. Wir priorisieren passende Unternehmen statt wahllos möglichst viele anzuschreiben.
0 / 1 / 2 Punkte
Maximal: 10 Punkte
20 passende Unternehmen können wertvoller sein als 500 beliebige Kontakte.
Der entscheidende Wechsel lautet:
Von Sponsorenliste zu Sponsor-Fit.
4) Bereich 3: Inventar & Gegenleistungen
Viele Vereine haben mehr Sponsoringassets, als sie denken.
Sie sind nur nicht strukturiert.
Prüfe:
11. Wir haben unsere Sponsoring- und Werbeflächen vollständig inventarisiert.
Zum Beispiel:
Website
Turnierseite
Spielplan
Banner
Trikot
Social Media
Newsletter
Screens
Durchsagen
Sponsorstände
Hospitality
Events
0 / 1 / 2 Punkte
12. Wir unterscheiden physische, digitale und aktivierbare Touchpoints.
0 / 1 / 2 Punkte
13. Wir können für jede wichtige Leistung konkret beschreiben, was der Sponsor erhält.
Nicht:
„Social Media.“
Sondern zum Beispiel:
„Ein sponsorintegrierter Instagram-Post plus zwei Story-Erwähnungen.“
0 / 1 / 2 Punkte
14. Wir bieten mehr als reine Logoplatzierungen.
Zum Beispiel:
CTAs
Aktivierungen
Content
Recruiting
Votings
Gewinnspiele
Hospitality
Reporting
0 / 1 / 2 Punkte
15. Wir verkaufen nur Leistungen, die wir zuverlässig umsetzen können.
0 / 1 / 2 Punkte
Maximal: 10 Punkte
Eine Werbefläche ist noch kein Sponsoringprodukt.
Erst wenn Zielgruppe, Leistung und Gegenwert klar sind, entsteht ein echtes Angebot.
Grundlagen zu möglichen Leistungen findest du in den Sponsoring-Paketen.
5) Bereich 4: Pakete & Preise
Viele Vereine machen einen von zwei Fehlern.
Sie verlangen zu wenig.
Oder sie nennen irgendeinen Betrag ohne nachvollziehbare Logik.
Prüfe:
16. Unsere Sponsoringpakete unterscheiden sich klar voneinander.
0 / 1 / 2 Punkte
17. Unsere Preise basieren auf nachvollziehbaren Faktoren.
Zum Beispiel:
Zielgruppe
Reichweite
Exklusivität
Laufzeit
Leistungen
Aktivierung
digitaler Integration
Reporting
0 / 1 / 2 Punkte
18. Wir kennen den Wert unserer wichtigsten Premium-Assets.
Zum Beispiel:
Hauptsponsoring
Naming Rights
Trikot
Turnierserie
exklusive Aktivierung
0 / 1 / 2 Punkte
19. Wir können Pakete sinnvoll individualisieren.
Zum Beispiel durch Add-ons für:
Social Media
Recruiting
Content
Aktivierung
Hospitality
Reporting
0 / 1 / 2 Punkte
20. Wir geben nicht sofort Rabatt, sobald ein Sponsor den Preis hinterfragt.
0 / 1 / 2 Punkte
Maximal: 10 Punkte
Der Preis sollte nicht beantworten:
„Was kostet uns die Herstellung des Banners?“
Sondern:
„Welchen Sponsoringwert erhält das Unternehmen?“
Mehr dazu findest du unter Preisfindung im Sponsoring.
6) Bereich 5: Akquise & Vertrieb
Gute Sponsoringangebote verkaufen sich nicht automatisch.
Du brauchst einen Prozess.
Prüfe:
21. Wir haben eine qualifizierte Sponsorenliste oder ein CRM.
0 / 1 / 2 Punkte
22. Für jeden relevanten Kontakt kennen wir möglichst die richtige Ansprechperson.
0 / 1 / 2 Punkte
23. Unsere Erstansprache ist individuell und erklärt den konkreten Sponsor-Fit.
0 / 1 / 2 Punkte
24. Wir haben einen klaren Follow-up-Prozess.
Zum Beispiel:
Erstkontakt
Follow-up
zweites Follow-up
Gespräch
Angebot
Entscheidung
0 / 1 / 2 Punkte
25. Nach jedem Kontakt gibt es einen konkreten nächsten Schritt und Verantwortlichen.
0 / 1 / 2 Punkte
Maximal: 10 Punkte
Akquise scheitert häufig nicht am fehlenden Interesse.
Sondern an fehlender Struktur.
Eine E-Mail senden und danach hoffen ist kein Vertriebsprozess.
Ein professioneller Prozess beantwortet immer:
Wer? Wann? Was ist der Status? Was passiert als Nächstes?
7) Bereich 6: Verträge & Prozesse
Eine Zusage allein reicht nicht.
Jetzt muss aus einem Verkauf eine zuverlässig umgesetzte Partnerschaft werden.
Prüfe:
26. Leistungen, Preis und Laufzeit werden schriftlich dokumentiert.
0 / 1 / 2 Punkte
27. Bei relevanten Partnerschaften nutzen wir eine klare vertragliche Grundlage.
0 / 1 / 2 Punkte
28. Nutzungsrechte, Logos, Bilder, Freigaben und relevante Datenschutzfragen werden vor der Umsetzung geklärt.
0 / 1 / 2 Punkte
29. Rechnung, steuerliche Behandlung oder gegebenenfalls andere Dokumente werden korrekt eingeordnet.
0 / 1 / 2 Punkte
30. Für jeden Sponsor ist intern klar, wer verantwortlich ist.
0 / 1 / 2 Punkte
Maximal: 10 Punkte
Je größer eine Partnerschaft wird, desto gefährlicher wird Improvisation.
Ein guter Prozess schafft Klarheit für beide Seiten.
Was wurde vereinbart?
Wer macht was?
Bis wann?
Welche Rechte gelten?
Wie wird bezahlt?
Was passiert bei Änderungen?
Eine strukturierte Grundlage findest du im Sponsoringvertrag-Komplettguide.
8) Bereich 7: Aktivierung & Umsetzung
Ein Sponsor kauft keine PowerPoint.
Er kauft die tatsächliche Umsetzung.
Prüfe:
31. Jede gebuchte Sponsorleistung hat intern einen Owner.
0 / 1 / 2 Punkte
32. Deadlines, Assets und Freigaben werden zentral dokumentiert.
0 / 1 / 2 Punkte
33. Wir überlegen bei größeren Partnerschaften aktiv, wie Menschen mit dem Sponsor interagieren können.
Zum Beispiel:
Voting
QR-Code
Challenge
Sponsorstand
Gewinnspiel
CTA
Produktaktivierung
0 / 1 / 2 Punkte
34. Sponsoraktivierungen schaffen einen Mehrwert für die Zielgruppe und nicht nur zusätzliche Werbung.
0 / 1 / 2 Punkte
35. Die Umsetzung wird mit Fotos, Screenshots und weiteren Nachweisen dokumentiert.
0 / 1 / 2 Punkte
Maximal: 10 Punkte
Die beste Sponsoridee ist wertlos, wenn sie am Eventtag vergessen wird.
Professionelle Umsetzung bedeutet:
Leistung + Owner + Deadline + Nachweis.
Gerade bei Turnieren können daraus besonders starke Sponsoring-Aktivierungen entstehen.
9) Bereich 8: KPIs, Reporting & Renewal
Die Partnerschaft ist nicht abgeschlossen, wenn das Banner wieder abgebaut wird.
Jetzt beginnt der Beweis.
Prüfe:
36. Wir definieren vor der Partnerschaft, welche KPIs relevant sind.
0 / 1 / 2 Punkte
37. Wir messen nur Kennzahlen, die zum Sponsorenziel passen.
Zum Beispiel:
Bekanntheit:
Reichweite.
Recruiting:
Karriere-Klicks oder Bewerbungsstarts.
Aktivierung:
Teilnahmen oder Scans.
0 / 1 / 2 Punkte
38. Wir liefern Sponsoren einen nachvollziehbaren Leistungsnachweis oder Report.
0 / 1 / 2 Punkte
39. Unser Reporting enthält nicht nur Zahlen, sondern auch Learnings und Empfehlungen.
0 / 1 / 2 Punkte
40. Wir planen Renewal-Gespräche frühzeitig und bauen auf den Ergebnissen der laufenden Partnerschaft auf.
0 / 1 / 2 Punkte
Maximal: 10 Punkte
Reporting beantwortet nicht nur:
„Was ist passiert?“
Es sollte auch beantworten:
„Was machen wir beim nächsten Mal besser?“
Genau dadurch entsteht Renewal.
Die Basis dafür bilden passende Sponsoring-KPIs und ein strukturiertes Sponsoring-Reporting.
10) Dein Ergebnis: Wie sponsorenbereit ist dein Verein?
Addiere jetzt alle Punkte.
Maximal:
80 Punkte
0 bis 20 Punkte: Sponsoring passiert noch eher zufällig
Du hast wahrscheinlich einzelne Sponsoren.
Aber noch kein systematisches Sponsoringmodell.
Typische Situation:
persönliche Kontakte
spontane Preise
individuelle Absprachen
wenig Dokumentation
kaum Reporting
Das ist kein Problem.
Aber dein größter Hebel liegt jetzt nicht in mehr Akquise.
Er liegt im Fundament.
Priorität: Strategie, Inventar und Prozesse.
11) 21 bis 40 Punkte: Die Grundlagen sind da
Dein Verein hat bereits erste Strukturen.
Vielleicht gibt es:
Sponsorenpakete
bestehende Partner
Werbeflächen
einzelne Verantwortliche
Aber Prozesse laufen noch nicht durchgängig.
Typische Lücken:
Preise nicht systematisch
Akquise nicht dokumentiert
Aktivierungen wenig entwickelt
KPIs fehlen
Reporting uneinheitlich
Priorität: Standardisieren.
Mach aus einzelnen guten Ansätzen einen wiederholbaren Prozess.
12) 41 bis 60 Punkte: Dein Verein ist gut aufgestellt
Du arbeitest bereits deutlich strukturierter als viele Vereine.
Wahrscheinlich gibt es:
klare Angebote
strukturierte Akquise
definierte Leistungen
verantwortliche Personen
dokumentierte Umsetzung
Jetzt liegt der größte Hebel häufig in der Weiterentwicklung.
Zum Beispiel:
stärkere Aktivierungen
bessere Datennutzung
digitale Sponsor-Touchpoints
individuellere Pakete
professionelleres Reporting
systematisches Renewal
Priorität: Sponsoringwert erhöhen.
Nicht einfach mehr Sponsoren gewinnen.
Jede Partnerschaft besser machen.
13) 61 bis 80 Punkte: Sponsoring ist ein professioneller Geschäftsbereich
Dein Verein behandelt Sponsoring nicht mehr wie eine Nebenaufgabe.
Du hast wahrscheinlich:
klare Strategie
strukturiertes Inventar
Sponsor-Fit
nachvollziehbare Preise
Akquiseprozess
Verträge und Dokumentation
Aktivierungen
KPIs
Reporting
Renewal
Jetzt lautet die nächste Frage:
Wie skalieren wir?
Mögliche Hebel:
Turnierserien
mehrjährige Partnerschaften
Naming Rights
Performance-Komponenten
digitale Vermarktung
neue Contentprodukte
Sponsoren-Netzwerke
CRM-Automatisierung
datenbasierte Paketoptimierung
Priorität: Skalieren, ohne Qualität zu verlieren.
14) Der wichtigste Punkt ist nicht dein Gesamtscore
Angenommen:
Du erreichst 55 Punkte.
Das klingt gut.
Aber:
Im Bereich Akquise hast du nur 2 von 10 Punkten.
Dann ist genau dort dein Problem.
Deshalb solltest du nicht nur den Gesamtscore betrachten.
Schau auf jeden Bereich einzeln.
Deine acht Scores:
Strategie & Positionierung
___ / 10
Zielgruppe & Sponsor-Fit
___ / 10
Inventar & Gegenleistungen
___ / 10
Pakete & Preise
___ / 10
Akquise & Vertrieb
___ / 10
Verträge & Prozesse
___ / 10
Aktivierung & Umsetzung
___ / 10
KPIs, Reporting & Renewal
___ / 10
Der niedrigste Score zeigt häufig:
Hier liegt dein nächster Hebel.
15) Nicht alles gleichzeitig verbessern
Nach einem Check entsteht schnell eine lange To-do-Liste.
Neue Sponsorenmappe.
CRM.
Website.
Pakete.
Tracking.
Vertrag.
Reporting.
Aktivierungen.
Alles gleichzeitig?
Keine gute Idee.
Arbeite nach Hebel.
Phase 1: Fundament
Strategie
Zielgruppe
Inventar
Phase 2: Angebot
Pakete
Preise
Sponsorenmappe
Phase 3: Vertrieb
Sponsorenliste
Ansprechpartner
Outreach
CRM
Phase 4: Delivery
Vertrag
Umsetzung
Aktivierungen
Phase 5: Wachstum
KPIs
Reporting
Renewal
Upsell
So entsteht Schritt für Schritt ein Sponsoring-System.
16) Der 30-Tage-Sponsoring-Reset
Du möchtest deinen Verein schnell strukturierter aufstellen?
Dann nutze vier Wochen.
Woche 1: Klarheit
Definiere:
Sponsoringziele
Zielgruppen
Vereinswerte
Sponsor-Fit
Woche 2: Produkt
Inventarisiere:
Werbeflächen
digitale Touchpoints
Aktivierungen
Erstelle daraus:
Pakete
Add-ons
Preise
Woche 3: Vertrieb
Baue:
Sponsorenliste
Priorisierung
Ansprechpartner
Anschreiben
Follow-up-Prozess
Woche 4: Delivery
Definiere:
Vertragsprozess
Owner
Dokumentation
KPI-Set
Reportstruktur
Renewal-Termin
Nach 30 Tagen hast du vielleicht noch keinen neuen Hauptsponsor.
Aber du hast etwas Wertvolleres aufgebaut:
einen professionellen Prozess, mit dem du wiederholt Sponsoren gewinnen und halten kannst.
17) Die häufigsten roten Flaggen
Unabhängig vom Score solltest du bei diesen Aussagen aufmerksam werden:
„Unsere Preise haben wir einfach irgendwann festgelegt.“
„Wir schreiben eigentlich jeden an.“
„Die meisten Sponsoren kommen über persönliche Kontakte.“
„Was genau im Paket enthalten ist, klären wir später.“
„Vertrag brauchen wir eigentlich nicht.“
„Wer das Sponsoring intern macht? Irgendwie alle.“
„Nach dem Turnier schicken wir meistens ein paar Fotos.“
„KPIs haben wir eigentlich keine.“
„Wir melden uns kurz vor Saisonende und fragen, ob sie wieder zahlen.“
Eine einzelne dieser Aussagen ist kein Weltuntergang.
Mehrere zusammen zeigen:
Dein Sponsoring hängt zu stark von Einzelpersonen, Zufall und Improvisation ab.
Das lässt sich ändern.
18) Die zehn Must-haves für professionelles Sponsoring
Keine Zeit für alle 40 Fragen?
Dann prüfe zumindest diese zehn Punkte:
1.
Klare Sponsorenzielgruppe.
2.
Inventarisierte Sponsoringassets.
3.
Konkrete Gegenleistungen.
4.
Nachvollziehbare Preise.
5.
Professionelle Sponsorenmappe.
6.
Qualifizierte Sponsorenliste.
7.
Verantwortliche Person.
8.
Schriftliche Vereinbarung.
9.
Umsetzungsnachweise und KPIs.
10.
Report plus Renewal-Prozess.
Fehlen fünf oder mehr?
Dann solltest du zuerst deine Sponsoringstruktur verbessern.
Nicht einfach mehr Unternehmen anschreiben.
19) FAQ
Was bedeutet sponsorenbereit?
Ein sponsorenbereiter Verein kann einem Unternehmen klar erklären, welche Zielgruppe, Leistungen, Touchpoints und Gegenwerte eine Partnerschaft bietet und diese zuverlässig umsetzen und nachweisen.
Braucht ein kleiner Verein wirklich so viele Prozesse?
Nicht in derselben Tiefe wie ein Profiverein. Aber auch ein kleiner Verein profitiert von klaren Verantwortlichkeiten, dokumentierten Leistungen, nachvollziehbaren Preisen und sauberem Follow-up.
Ab welchem Score sollte ein Verein mit der Sponsorensuche beginnen?
Es gibt keine feste Mindestpunktzahl. Bei einem sehr niedrigen Score lohnt es sich jedoch meist, zuerst zentrale Grundlagen wie Inventar, Angebot und Verantwortlichkeiten zu klären.
Was ist der wichtigste Bereich?
Es gibt nicht den einen wichtigsten Bereich. Die Kette ist nur so stark wie ihre größten Lücken. Ein gutes Angebot ohne Akquiseprozess funktioniert ebenso wenig wie starke Akquise ohne zuverlässige Umsetzung.
Muss Sponsoring immer messbar sein?
Nicht jede Wirkung lässt sich exakt messen. Trotzdem sollten relevante Leistungen dokumentiert und dort, wo sinnvoll, nachvollziehbare KPIs erhoben werden.
Wie oft sollte der Schnell-Check durchgeführt werden?
Mindestens einmal pro Saison oder Jahr sowie nach größeren Veränderungen am Sponsoringmodell.
Wer sollte den Check im Verein ausfüllen?
Idealerweise nicht nur eine Person. Sponsoring, Vorstand, Finanzen, Kommunikation und Eventverantwortliche können unterschiedliche Schwachstellen erkennen.
Was mache ich nach dem Check?
Identifiziere den schwächsten Bereich und definiere maximal drei konkrete Maßnahmen für die nächsten 30 Tage.
Sponsoring wird dann planbar, wenn du aufhörst zu improvisieren
Nach 54 Artikeln über Sponsoring lässt sich die wichtigste Erkenntnis auf einen einfachen Punkt reduzieren:
Professionelles Sponsoring besteht nicht aus einer Sponsorenmappe.
Es ist ein System.
Strategie bestimmt, was du erreichen willst.
Deine Zielgruppe bestimmt, für wen du interessant bist.
Dein Inventar bestimmt, was du verkaufen kannst.
Deine Pakete machen daraus ein Produkt.
Deine Akquise bringt das Produkt zum richtigen Unternehmen.
Deine Prozesse sorgen dafür, dass du lieferst.
Deine Aktivierungen schaffen Erlebnisse.
Deine KPIs machen Wirkung sichtbar.
Dein Reporting schafft Vertrauen.
Und deine Beziehungsarbeit entscheidet, ob aus einem Sponsor ein langfristiger Partner wird.
Du musst nicht alles sofort perfekt beherrschen.
Aber du solltest wissen, wo du stehst.
Genau dafür ist dieser Schnell-Check da.
Denn die entscheidende Frage lautet am Ende nicht:
„Wie finden wir mehr Sponsoren?“
Sondern:
„Sind wir ein Verein, mit dem Unternehmen gerne langfristig zusammenarbeiten wollen?“
Wenn du diese Frage mit einem klaren Ja beantworten kannst, bist du nicht mehr nur auf Sponsorensuche.
Du hast ein echtes Sponsoringprodukt aufgebaut.
Disclaimer
Dieser Schnell-Check dient ausschließlich der allgemeinen Orientierung und stellt keine Rechtsberatung, Steuerberatung, Datenschutzberatung oder Finanzberatung dar. Verträge, Gemeinnützigkeit, steuerliche Einordnung, Rechnungen, Datenschutz, Gewinnspiele, Minderjährige, Nutzungsrechte und weitere rechtliche oder steuerliche Themen müssen anhand des konkreten Einzelfalls geprüft werden. Bitte kläre relevante Fragen mit geeigneter Rechtsberatung, Steuerberatung, Datenschutzberatung oder dem zuständigen Finanzamt.
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